Derzeit entsteht der Wettbewerbsbeitrag 2026 als Brettspiel "Unser Weg zum Frieden". Dieses Spiel kann ab sofort im Sekretariat der GBS "vorgemerkt" werden. Es ist voraussichtlich irgendwann zwischen den Oster- und Pfingstferien fertiggestellt und kann dann gegen eine Spende (die Druckkosten belaufen sich je Spiel auf ca. 28 EUR) ausgegeben werden.
Mehr Informationen zum Spiel sind weiter unten zu finden.
2026: VABO1 erstellt Brettspiel

„Frieden schaffen ohne Waffen“
Dieses Motto von Ulli Thiel wird mit dem Brettspiel der Gewerblichen Schule Schwäbisch Hall mit dem Titel „Unser Weg zum Frieden – weil du was für ihn tun kannst!“ konkret erfahrbar. Denn Frieden beginnt nicht irgendwo weit weg, sondern mitten in unserem Alltag: im Bus, in der Schule, im Supermarkt, auf der Straße – und beim miteinander spielen. Das Brettspiel „Unser Weg zum Frieden – weil du was für ihn tun kannst!“ macht genau das erfahrbar: In diesem Spiel bewegt ihr euch gemeinsam durch Alltagssituationen. Ihr lauft kreuz und quer über das Spielfeld, begegnet euch, zieht Karten, handelt – und erlebt, wie kleine Handlungen Frieden stärken oder schwächen können.
Der Würfel entscheidet: Zahlen bringen euch in Bewegung, die Taube bringt Ereignisse ins Spiel. Gute Entscheidungen lassen den Frieden wachsen. Rücksichtslose Momente ziehen ihn nach unten. Die Friedenstaube zeigt, wo ihr steht: zwischen Gewalt und positivem Frieden. Bei diesem Spiel gewinnt niemand allein. Ihr gewinnt nur zusammen. Wenn es schwierig wird, braucht ihr gemeinsame Aktionen. Wenn ihr es schafft, respektvoll zu handeln, zuzuhören und Verantwortung zu übernehmen, erreicht ihr das Ziel: positiven Frieden. Das Spiel lädt dazu ein, hinzuschauen, nachzudenken und ins Gespräch zu kommen. Es ist mehr als ein Spiel, es ist ein Erlebnis, das verbindet – und kann den Alltag ein Stück friedlicher machen.
Ein Spiel über Alltag, Entscheidungen und Zusammenhalt.
Ein Spiel zum etwas anderen kennenlernen – offen und ehrlich.
Ein Spiel, das zeigt: Frieden beginnt in der persönlichen Begegnung.
Die Klasse VABO1
Die Klasse VABO1 im Schuljahr 2025/26 besteht aus Schüler:innen aus insgesamt 7 Nationen (Türkei, Ukraine, Bosnien, Serbien, Griechenland, Rumänien, Sri Lanka). Von der ersten Idee bis zur Fertigstellung ist das Brettspiel ein gemeinsames Projekt zur Friedensbildung: Wir haben gemeinsam darüber nachgedacht, wo Frieden im Alltag beginnt und kamen auf viele Situationen, die in den Ereigniskarten dokumentiert sind. Mit dem Spielbrett haben wir dies auch künstlerisch zum Ausdruck gebracht und auf der Schachtel zusätzlich davon erzählt, was Frieden für uns ist und wie wir uns eine Zukunft in Frieden vorstellen. Gemeinsam mit unseren Werkstätten entstanden die Holzwürfel und die Friedenstaube-Spielfiguren aus dem 3D-Drucker. Wir ergänzten Aktionskarten, um die Möglichkeit der praktischen Einübung von Frieden zu berücksichtigen und gestalteten das Spielprinzip so, dass nicht gegeneinander gespielt wird um das Miteinander als Grundlage des Friedens zu betonen. Die Erfahrung, bei der Arbeit am Spiel über Wochen hinweg zum Thema Frieden im Gespräch zu sein, führte zu einer Weiterentwicklung der schülereigenen Vorstellung und Vision von Frieden, der „im Kleinen beginnt“ – eine Entwicklung, die womöglich auch bei vielen Spieler:innen dieses Brettspiels erfolgen kann.
So kann dieses Spiel „Frieden schaffen ohne Waffen“!
Hintergrund-Infos zum Friedenspreis

Der Ulli-Thiel-Friedenspreis wird von der Evangelischen Landeskirche in Baden, der DFG-VK Baden-Württemberg, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), „pax an!“ – Werkstatt für Pazifismus, Friedenspädagogik und Völkerverständigung, der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und pax christi Freiburg und Rottenburg-Stuttgart ausgelobt.
Der Namensgeber des Preises, Ulli Thiel (1943 – 2014) war Sonderschullehrer, Friedensaktivist und Ideengeber der Menschenkette von Stuttgart nach Neu-Ulm 1983, der bislang größten Aktion der Friedensbewegung in Deutschland. Von ihm stammt der Spruch „Frieden schaffen ohne Waffen“, der zum Motto des Preises geworden ist.
Quelle: www.ulli-thiel-friedenspreis.de
Die Klasse AVD3 (Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf) der Gewerblichen Schule Schwäbisch Hall gewinnt bei der Preisverleihung am 11.07.2025 den Ulli-Thiel-Friedenspreis. Die Klasse bestand im Schuljahr 2024/25 aus 16 männlichen Schülern, von denen keiner in Deutschland geboren ist. Sie kommen aus insgesamt 8 Nationen (Syrien, Afghanistan, Libyen, Ukraine, Irak, Rumänien, Türkei, Bosnien und Herzegowina).
Anfang 2025 erstellten die Schüler im Religionsunterricht bei ihrem Religionslehrer Stefan Hartelt einen Kalender zum Thema "Zeit für Frieden". Von der ersten Idee bis zur Fertigstellung ist es ein gemeinsames Projekt zur Friedensbildung: Wir haben gemeinsam darüber nachgedacht, wie Frieden sein sollte und kamen auf den Aspekt „unendlich“/„ewig“. Mit einem ewigen Kalender wollen wir das künstlerisch zum Ausdruck bringen und zusätzlich davon erzählen, was Frieden für uns ist und wie wir uns eine Zukunft in Frieden vorstellen. Wir wählten unterschiedliche Kunststile von Bleistiftschraffur über Papier reißen bis zum KI-generierten Foto, um die Verschiedenheit der Vorstellungen von Frieden zu betonen. Die einzelnen Kalenderblätter bestehen dabei nicht nur aus dem erstellten Kunstwerk, sondern auch aus einem kurzen Text zu den Fragestellungen: "Was ist Frieden für mich?", "Frieden ist mir wichtig, weil..." und "Ich wünsche mir für die Zukunft, dass..." - Diese Texte geben einen Einblick in die Friedensvisionen der jungen Menschen.
So schrieb der Schüler Shir (Afghanistan): "Frieden ist mir kostbar! [...] Ich liebe den Frieden und habe dafür einen hohen Preis (Familie) bezahlt, den ich vielleicht nie wieder bekommen werde. [...] Ich wollte sagen: Bitte schützen Sie den Frieden. Aber ich sage: Stellen Sie sich einen Tag ohne Ihre Lieben vor, dann werden Sie den Wert des Frieden erkennen."
Das Titelbild des Kalenders ist eine Collage von Elementen der verschiedenen Kunstwerke, was wiederum die Verbindung und Gemeinsamkeit zum Ausdruck bringen soll.
Die Erfahrung, bei der Arbeit am Kalender über Wochen hinweg im Gespräch zu sein, führte zu einer Weiterentwicklung der schülereigenen Vorstellung und Vision von Frieden. Der Kalender wurde in nach seiner zweiten Auflage nun mit insgesamt 100 Exemplaren gedruckt und wurde bei der Preisverleihung am 11.07.2025 mit dem 1. Preis des Ulli-Thiel-Friedenspreises ausgezeichnet. Das Preisgeld in Höhe von 500 € wurde zum Großteil an die „Erlacher Höhe“ und an den „Freundeskreis Asyl“ gespendet.
Bei Interesse am "Zeit für Frieden"-Kalender können Sie weiterhin einen Kalender gegen eine Spende (die Druckkosten belaufen sich je Kalender auf 7,50 EUR) im Sekretariat der GBS erhalten.
Friedenspreis-Gewinn geht an Hilfsorganisationen: Schüler spenden für Geflüchtete und Bedürftige
Mit ihrem „Friedenskalender“ hat die Klasse AVD3 der Gewerblichen Schule Schwäbisch Hall beim diesjährigen Ulli-Thiel-Friedenspreis den ersten Platz belegt – und einen Großteil ihres Preisgeldes an zwei soziale Organisationen gespendet: Die Erlacher Höhe und der Freundeskreis Asyl Schwäbisch Hall erhielten jeweils 220 Euro.
Die Preisverleihung fand am letzten Schultag vor den Sommerferien, dem 11. Juli, statt – und war gleichzeitig ein besonderer Abschluss für die Jugendlichen, von denen die meisten mit dem "AVD"-Zeugnis (Ausbildungsvorbereitung dual) ihren Hauptschulabschluss erworben haben. Mit den restlichen Einnahmen aus dem Preisgeld und dem Kalenderverkauf gönnten sich die Schüler ein wohlverdientes Abschlussfest mit Pizza und Eis auf dem Einkorn.
Doch die soziale Botschaft ihres Kalenders wollten die Schüler nicht nur künstlerisch vermitteln, sondern auch ganz praktisch leben: Das Preisgeld sollte dort helfen, wo Hilfe gebraucht wird. „In Zeiten weltweiter Krisen und Konflikte ist der Einsatz für Frieden und Mitmenschlichkeit wichtiger denn je“, betont Florian Braun von der Erlacher Höhe. „Der Ulli-Thiel-Friedenspreis zeichnet junge Menschen aus, die sich genau dafür stark machen. Wir gratulieren der Klasse AVD3 der Gewerblichen Schule Schwäbisch Hall und ihrem Klassenlehrer Stefan Hartelt von Herzen zu dieser besonderen Auszeichnung. Es erfüllt uns mit Dankbarkeit und Stolz, dass ein Teil des Preisgeldes der Erlacher Höhe und unserer Arbeit für Menschen in sozialen Notlagen in Schwäbisch Hall und der Region zugutekommt. Besonders bewegend ist für uns, dass einige Familien der ausgezeichneten Schüler selbst bereits Unterstützung durch unsere Hilfsangebote erfahren haben – und die Jugendlichen nun etwas zurückgeben möchten. Dieses Zeichen der Solidarität berührt uns sehr.“
Auch beim Freundeskreis Asyl SHA war die Freude groß: „Wir danken den Schülern der Klasse AVD3 dafür, dass sie das Preisgeld vom Ulli-Thiel-Friedenspreis mit dem Freundeskreis Asyl SHA teilen“, sagte Hanna Hald. „Schüler aus acht verschiedenen Nationen unterstützen mit dem Preisgeld Menschen aus verschiedensten Nationen und Krisengebieten der Welt. Das ist ein deutliches Zeichen der Solidarität und Menschlichkeit. Damit lassen sie konkret werden, was es heißt, Frieden zu leben. Nämlich die zu unterstützen, die als Geflüchtete neu nach SHA kommen und hoffen, hier ein Leben in Würde und Frieden aufbauen zu können.“
Die Aktion passt damit nicht nur zur Intention des Friedenspreises, sondern auch zum gelebten Schulalltag einer vielfältigen und engagierten Klasse – für die „Frieden“ weit mehr bedeutet als ein künstlerisches Thema.
2024: VABO-Klasse erstellt Kochbuch „Frieden gemeinsam genießen“
Die Klasse des »Vorqualifizierungsjahrs Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen« (VABO2) der Gewerblichen Berufsschule Schwäbisch Hall, die sich erst zum zweiten Halbjahr des aktuellen Schuljahres 2023/24 gebildet hat, gestaltete mit ihrem Religionslehrer Stefan Hartelt einen Wettbewerbsbeitrag für den Ulli-Thiel-Friedenspreis, an dem alle Schularten und Klassenstufen Baden Württembergs teilnehmen können. Für den Friedenspreis kann ein freies Friedensthema eingereicht werden, das in den Bildungsplänen der verschiedenen Fächer verankert ist und sich an dem von Ulli Thiel erfundenen Motto „Frieden schaffen ohne Waffen“ orientiert.
Die VABO-Klasse erstellte ein Kochbuch unter dem Titel „Frieden gemeinsam genießen - Rezepte aus aller Welt als ‚kulinarische Friedensbrücken‘“. Schülerinnen und Schüler aus verschiedensten Ländern wie Afghanistan, Kamerun, Ukraine, Rumänien und aus der Türkei ermöglichten eine breite kulinarische Vielfalt.
Von der ersten Idee bis zur Fertigstellung ist es ein gemeinsames Projekt zur Friedensbildung: Wenn Ulli Thiels Motto, den Frieden ohne Waffen zu schaffen, konkret werden soll – dann braucht es Wege, wie man miteinander friedlich zusammenleben kann. Wir haben in unserer internationalen Klasse erkannt: Einer dieser Wege kann das gemeinsame Essen sein. Das Kochbuchuch ist in zwei Teile gegliedert, im ersten Teil finden sich herzhafte Gerichte aus aller Welt von Pizza über Sütlaç bis Gombo – im hinteren zweiten Teil sind Süßspeisen wie Baklava, Schokokuchen oder Pfannkuchen zu finden.
Doch das erste Rezept ist das Friedensrezept, das jeder Schüler und jede Schülerin der beteiligten Klasse auch ausgefüllt hat: Was braucht es für einen tragfähigen Frieden in meinem Leben? Was davon ist Grundlage, was ist das „Sahnehäubchen“?
2023: VABO2 gewinnt 6. Platz beim Friedenspreis
Schon im Jahr 2023 konnte die damalige Klasse VABO2 die Jury des Ulli-Thiel-Friedenspreises überzeugen und gewann, zusammen mit einer Klasse der Eschachschule Dunningen, den 6. Platz und damit 50 EUR Preisgeld. Mit einer so gefüllten Klassenkasse konnte ein schöner Schuljahresabschluss mit Minigolf und Eisessen in der Stadt gestaltet werden. Die Schüler:innen haben sich sehr über die Auszeichnung für ihr kollaboratives Kunstwerk, bei dem jede:r ein DIN-A3-Blatt gestaltete und das zusammen die Friedenstaube bildete, gefreut.
























