GBS-SHAlom - KickOff Pädagogischer Tag
Erinnerung als Haltung: GBS startet Kooperation mit KZ-Gedenkstätte Hessental
Die Gewerbliche Schule Schwäbisch Hall (GBS SHA) geht künftig eine enge Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Hessental e.V. ein. Unter dem Namen „GBS SHAlom" verbindet das Projekt berufliche Ausbildung mit historisch-politischer Bildung: Schüler:innen unterstützen die Gedenkstätte mit ihren fachlichen Kompetenzen bei Pflege- und Instandhaltungsarbeiten, während Begegnungsformate wie „Meet a Jew" das Verständnis für jüdisches Leben in der Gegenwart stärken sollen. So soll aus Erinnerung gelebte Verantwortung werden – für alle Beteiligten. „GBS SHAlom" versteht sich dabei als Ausgangspunkt für eine langfristig angelegte Arbeit, die über die Bildung gegen Antisemitismus hinausreicht: hin zu einer generellen Bildung gegen diskriminierende Haltungen und für Toleranz und Demokratie.
Offiziell gestartet ist die Kooperation am vergangenen Freitag, den 24. Juli 2026, im Rahmen eines Pädagogischen Tags des gesamten Kollegiums. Nach der Gesamtlehrerkonferenz am Vormittag stand der Nachmittag ganz im Zeichen dieses Auftakts: Ein Impulsvortrag von Dr. Michael Blume, Beauftragter der Landesregierung Baden-Württemberg gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben, ordnete ein, was Antisemitismus eigentlich ausmacht und warum das Thema gerade an Schulen pädagogisch bearbeitet werden muss.
Im Anschluss stellte Schulleiter Mario Krockenberger das Konzept der neuen Kooperation vor – und brachte den Ansatz der Schule auf den Punkt: „An der GBS sind wir eben Macher und packen die Sachen an", so Krockenberger. Genau das war am Nachmittag zu erleben: Das gesamte Kollegium besuchte die KZ-Gedenkstätte Hessental und ließ sich in zwei Gruppen über das Gelände des ehemaligen Außenlagers des KZ Natzweiler führen, in dem 1944/45 rund 800 Häftlinge Zwangsarbeit leisten mussten. Das Interesse an der Führung war groß.
Den Abschluss des Tages bildete ein „Barcamp" in den einzelnen Schulabteilungen, bei dem die Kolleg:innen eigene Projektideen für die künftige Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte sammelten – von handwerklichen Instandhaltungsarbeiten bis zu Projekten rund um Antisemitismus und jüdisches Leben heute. Aus diesen Ideen sollen nun gemeinsam mit der Gedenkstätte konkrete Projekte für das nächste Schuljahr ausgewählt und umgesetzt werden. Gefördert wird GBS SHAlom im kommenden Schuljahr auch vom Förderprogramm „Bildung gegen Antisemitismus“ der Baden-Württemberg Stiftung.


















