Grünholzbearbeitung im Hospitalwald
Aus frischem Holz zu eigenen Garderobenbrettern
Schülerinnen und Schüler der Gewerblichen Schule erleben Grünholzbearbeitung im Hospitalwald.
Ein besonderer Projekttag führte drei Klassen aus den Bereichen Holztechnik und Berufsvorbereitung der Gewerblichen Schule an die Comenturwald-Hütte. Dort fand ein eintägiger Workshop zur Grünholzbearbeitung statt, der vom Förderverein der Schule der Gewerblichen Schule organisiert wurde.
Möglich wurde das Projekt durch die freundliche Unterstützung des dreifachen Oscar-Preisträgers Gerd Nefzer. In Zusammenarbeit mit dem Forstamt und der Hospitalstiftung erhielten die Schülerinnen und Schüler bei einem Waldrundgang unter der Leitung von Bernd Schramm einen praktischen Einblick über die nachhaltige und klimagerechte Bewirtschaftung des Naturwaldes. Danach ging es an die praktische Arbeit: Frisch geschlagene Eschenstämme wurden auf Länge gesägt und anschließend mit Spaltkeilen und Äxten in kleinere Stücke geteilt. Mit dem Zieheisen bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler das noch feuchte Eschenholz auf sogenannten Schnitzbänken und formten daraus individuelle Garderobenbretter im Stil traditioneller Shaker Boards. Im zweiten Teil des Workshops entstanden passende Haken aus Linden- und Platanenholz. Mithilfe eines Zapfenschneiders wurden runde Zapfen hergestellt, die in vorbereitete Bohrungen der Garderobenbretter eingesetzt wurden. Dabei lernten die Teilnehmenden ein wichtiges Prinzip der Grünholzbearbeitung kennen: Trockene Zapfen quellen im feuchten Holz auf und sorgen so für eine besonders stabile Verbindung – ganz ohne Leim oder Schrauben. Für das leibliche Wohl sorgten das BVE Diakoneo und INAB / BFW. Die betreuenden Fachkräfte begleiteten die Schülerinnen und Schüler der drei Klassen während des gesamten Tages und unterstützten sie bei der Arbeit mit Holz und Werkzeugen. Am Ende konnten alle Beteiligten stolz auf ihre selbst gefertigten Garderobenbretter blicken. Der Workshop vermittelte nicht nur handwerkliche Fähigkeiten, sondern machte auch deutlich, wie spannend, nachhaltig und gemeinschaftlich die Arbeit mit frischem Holz sein kann.
Ein besonderer Dank gilt Gerd Nefzer für die großzügige Unterstützung dieses Projekttages.


















